Mallorca Teil 2

18.07.2017

Wie versprochen gibts einen zweiten Teil über unsere Erfahrungen auf Mallorca. Heute dreht sich alles ums Essen. Die Insel im Mittelmeer ist sehr beliebt, die Zahlen besagen, dass die Hotelauslastung in den letzten zwei Sommer-Saisons bei 98% lag. Da müssen einige Bäuche gefüllt werden. 

 

Essenszeiten anpassen:

Für ein paar Tage kann man die Uhr ein bisschen nach vorne drehen und die Essenszeiten denen der Mallorquiner anpassen. Das bedeutet nicht, dass ihr weniger zu Essen bekommt, weil ihr immer zu spät kommt. Eigentlich gewinnt ihr eine Mahlzeit dazu ;-)

 

 

Frühmorgens gegen 08:00 gibts einen Kaffee (Café solo-Espresso oder Café con leche-Milchkaffee), ein Glas frisch gepressten Orangensaft (Zumo/Jugo de naranja) und ein Gipfeli (Cruasán). Diese Kombination bekommst Du in jedem Café. Damit Du mit den älteren Herren früh morgens mithalten kannst, gönnst Du dir einen Hierbas (Herbes auf Catalan) - einen aus verschiedenen Kräutern mezerierten Anislikör. Prosit auf dich, denn Du bist auf dem Besten Weg schön gemütlich in den Tag zu starten. Es ist noch nicht sehr warm unter der Sonne Mallorcas, also checkst Du jetzt am Besten die Gegend ab.

 

Jede Stadt erwacht auf ihre eigene Art. Mir gefällt es, dem Treiben zu zuschauen - wenn es die Menschen etwas ruhiger angehen. Lieferanten bringen frische Produkte in die Läden, der Camarero (Kellner) vom Lokal nebenan verteilt Stühle und Tische auf der Terrasse, Bekannte grüssen sich & plaudern ein wenig, immer mehr Menschen begeben sich in die Stadt und haben verschiedenstes vor.

 

Nach dem ersten Spaziergang begibst Du dich gegen 10:00 am Besten ins gleiche Café zurück, wo Du früh morgens schon warst. Denn wenn Du als Touri vor dem Mittag zwei Mal in der gleichen Bar bist, dann ist das gut für die Beziehung zwischen dir und dem Camarero. Jetzt gibts was leckeres! Abgesehen vom Kaffee darfst Du dir jetzt auch ein Bierchen gönnen - alles easy, Alkoholfreies Bier trinken auf dem Festland und den Inseln nicht nur Schwangere. Es gibt eine grosse Auswahl, der grossen Produzenten und wenn Du Glück hast, gibts es in deiner Heim-Bar auch vom Fass. Pan con Sobrasada (Spezialität auf Mallorca) ist ein geröstetes Stück Weissbrot mit feinster Streichwurst, die leicht pikant ist (Du kannst auch Honig drüber giessen, falls es dir zu scharf ist). Oder Du magst es eher légère, dann wählst Du ein Pan con Tomate, dies ist auch wieder ein geröstetes Weissbrot mit Olivenöl und dem Saft einer reifen Tomate. mhhmmmm: Ich will jetzt schon wieder zurück auf die Insel. Natürlich gibt es auch andere Leckereien mit Käse oder Jamón oder auch Churros con Chocolate (ein Fettgepaäck, welches Du in heisse Schoggi tupfst). 

 

Das Mittagessen gibts nicht vor 14:00 !!!!!!

Jetzt zeigst Du, dass Du nicht einfach nur Bock hast auf Paella oder Pasta, sondern Lust auf die Besten Tapas Kombinationen und das richtige spanische Leben. Ob die Tapas-Bar die richtige ist, erkennst Du unter der Theke - wenn diese voll ist mit Servietten und sonstigem Abfall, dann ist es ein richtig gutes Lokal (der Boden wird hin und wieder gewischt). Kämpfe dich durch die Bars, wo am meisten Einheimische sind, sichere dir einen Platz an der Bar & esse zwei Tapas pro Bar. Tipp, trinke Alkoholfreies Bier, denn wenn Du viel Hunger hast, dann wirst Du auch viel trinken & immerhin willst Du dich noch ans Essen, die Menschen, die Stadt und alles was Du geschmeckt und gerochen hast, erinnern. Um spätestens 16:00 ist Schluss - Zeit für eine Siesta.

 

Diner heisst Apéro gegen 19:00 & Essen ab 21:00

Apéro bedeutet eigentlich das gleiche zu machen, wie am Mittag, ohne sich den Bauch voll zustopfen. Gönne dir eine Portion Jamón de Bellota (und nur diesen - der Beste kommt aus Salamanca), Lomo de Pata Negra, Manchego semi/curado und grüne Oliven

 

. Ergänzen tust Du dies am Besten mit einem Sherry oder einem leichten Weisswein - Bier passt auch immer (muss auch nicht mehr Alkoholfrei sein) Trinke einen richtigen Cava, nicht von Freixenet, z.b. von Juvé & Camps oder Maria Casanovas. Einen richtig tollen Gin & Tonic bestellst Du dort, wo ihn der Camarero direkt vor dir zubereitet - wenn Du an einem Tisch sitzt, wird er diesen auf seinem Plateau einschenken. Das sind Profis, die leider keine sind, denn leider gibt es keine Ausbildung für Service-Angestellte. ABER es sind warmherzige Menschen, die um dein Wohl besorgt sind.

Entweder Du schlägst dich durch unzählige Bars & entdeckst so sehr viele verschiedene Tapas Kreationen oder Du findest ein Restaurant, welches z.B. frischen Fisch anbietet oder Du reservierst dir einen Platz in unserem Lieblingsrestaurant Ca na Toneta.

 

Wo auch immer dich der Weg hinführt, bitte vergesse nicht, dass Du in den Ferien bist und in der Bar oder im Restaurant kein Platz für deinen Stress ist. Wenn Du zahlen möchtest, dann sei dir bewusst, dass die Rechnung nicht sofort geflogen kommt (ca. 5% Trinkgeld sind genug). Nach zwei, drei Tagen wirst Du sehen, Du wirst von der Lockerheit der Menschen angesteckt & spätestens dann ist dein Alltagsstress weg und die spanischen Ferien können beginnen.

 

Salud.

 

..stay tuned!

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