Wie die Zeit vergeht..

01.10.2017

Wow! Nun ist es schon fast einen Monat her, seit meinem letzten Blog Eintrag. Ich kam einfach nicht dazu. Dabei hatte ich allerlei zum Festhalten: Ein neuer Job in einem Umfeld, das ich nur vom Hören-Sagen kannte, Viele Einsätze in der Gastronomie, die allein für sich schon Stoff für ein kleines Taschenbuch bieten würden, wenig Zeit mit meiner Tochter, da ich viel auf Arbeit war und diese zu wirklich Familien-unfreundlichen Zeiten stattfand und jetzt ein neuer Job und eine dazugehörige Weiterbildung an der Online Universität Udacity

Ich habe mir vor einigen Monaten das Ziel gesetzt, mich im Digitalen Marketing weiterbilden zu lassen. Ich, mich weiterbilden? "Nee, nee, das brauch ich nicht". Dies war mein einziges Statement zu diesem Thema. Nach meiner Ausbildung zum Restaurationsfachmann bekam ich die Chance im Kultlokal eoipso, Nachtluft zu schnuppern. Ich kannte ja bereits die langen Arbeitszeiten. Das Leben als Junior Barkeeper war dann doch eine andere Liga. Der schnelle Aufstieg zum Bar-Chef war das Eine, der dazugehörige Lifestyle das krasse Andere. Vor 3 Uhr morgens war ich nie zu Hause. Das Staropramen Bier war Bestandteil meines Menus. Wie oft ich in einer Woche zu Hause gekocht habe, konnte ich an drei Fingern abzählen. Dafür war ich sehr gut über die Basler Gastroszene informiert. Da war ich zu Hause. Jetzt kaum vorstellbar: Ich bin da zu Hause, wo ich zu Hause bin.

 

Das Digitale Marketing hat mich irgendwann angefangen zu interessieren - weiss auch nicht mehr genau wann. So hab ich mich im Internet erkundigt (also bei Youtube und Zeitschriften wie der NZZ, Tagi, FAZ, Spiegel uä.). Ich war auch beim BIZ, die konnten mir da aber (noch) keine genaueren Informationen zu diesem Berufsfeld geben. Also hab ich mal geschaut, was die Anforderungen, für einen Job sind oder eben eine Weiterbildung. Etwa gleichzeitig habe ich mich entschieden, diesen Blog zu führen. Dies half mir, die ersten Erfahrungen zu sammeln und ein besseres Bild über die Digitale Welt zu bekommen. 

 

So nahm ich meinen Mut zusammen und schrieb mich für das CAS an der FHNW (Certificate of Advanced Studies) ein. Nebenbei hatte ich vor, meiner gelernten Arbeit nachzugehen, temporär aber auch in einem Alterszentrum, mit Demenz Kranken Menschen. In der privaten Wirtschaft gehts voll ab, Mitarbeiterzahlen, Umsatz, Budget, Angebot usw. Im Alterszentrum liegt der Mensch im Mittelpunkt und das Tempo ist eindeutig tiefer als das in der Welt ausserhalb. Der Umgang mit den Bewohnern hat meinen Horizont erweitert. Ihnen zu zuhören, während sie aus ihrem Leben erzählen war bereichernd und die wiederholten Fragen, welcher Tag denn heute sei, nahm ich mit ein bisschen Humor:-) Hut ab vor allen Menschen, die im sozialen Bereich tätig sind und ihr Bestes geben, um Hilfsbedürftigen ein angenehmes Leben zu ermöglichen - mein allergrösster Respekt. 

 

Dann kam die Chance, bei einem Basler Start Up von Anfang an mitzuwirken. Ohne gross zu zögern, bewarb ich mich und bekam den Job nach Interview und Probetag. Ich hatte während meiner Zeit in der Gastronomie die grosse Ehre mit vielen Studentinnen und Studenten zusammen zu arbeiten, die nicht unbedingt von einer Hotelfachschule kamen. Das heisst, sie haben Kunst oder Wirtschaft studiert und nebenbei gejobbt, um sich das Leben zu finanzieren. Ich weiss, was es für ein Spagat ist, zwischen zwei Welten pendeln zu müssen. Dementsprechend war ich sehr froh, dass es bei mir nun ein Ende hat. Ich darf lernen und das gelernte direkt umsetzen. Praxisorientiert nennt sich das ja bekanntlich. Wie eine zweite Lehre - nur dass ich nicht mehr eine Weinfalsche öffnen muss oder ein Teller abwaschen zu habe, um sagen zu können "ich habe gearbeitet". Das ist jetzt sehr einfach ausgedrückt. Da gehört sehr, sehr viel mehr dazu, so wie oben beschrieben: Mitarbeiterzahlen, Umsatz usw.

Jetzt geh ich kreativ sein :-P

 

Ich bin jetzt sogar an der UNIVERSITÄT - naja sie ist online aber die bedeutendste Online Uni, die es gibt. Udacity arbeitet mit den grossen Firmen aus dem Silicon Valley zusammen und entwirft Studiengänge, die gerade jetzt aktuell sind bzw. in Zukunft bei Google und Co. aktuell sein werden. Der Abschluss nennt sich Nanodegree und ist im Silicon Valley hoch anerkannt - bei uns in der Schweiz dauert es noch eine Weile, bis wir in unserem Bildungssystem ein klein wenig Platz freischaufeln, für diese neue Art, anerkannt zu studieren. Was Du brauchst, ist ein Internet taugliches Gerät, Englisch-Kenntnise und ein Bruchteil des Geldes, den Du an einer Universität im realen Leben zahlen würdest. Die Lehrgänge gefüllt mit Videobotschaften, Interviews, Projekten und Übungen. Ich weiss ja nicht, wie es an einer "richtigen" Uni ist aber ich habe nicht das Gefühl irgendwo auf dem Mars zu "studieren" :-)

Ausserdem steht der CAS ja auch noch an :-)

 

Die Ausbildung hat gerade erst angefangen. Für mich ist alles noch neu und unheimlich spannend. So werde ich am Ball bleiben und euch auch ab und zu berichten, wie ich voran komme.

 

Little E gehört nach wie vor zu meinem Alltag. Leider nicht mehr so wie vorher. Ich habe mich bewusst für ein 80% Pensum entschieden. Ich möchte weiterhin dabei sein, wenn sie aufwächst, neue Wörter lernt und auch wiederholt fragt, welcher Tag heute ist...

 

stay tuned!

 

 

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