Arbeiten Ja! Aber wohin mit Little E?

08.05.2017

Letzten Freitag bekam ich ein Job-Angebot. Gastronomie ist meine Leidenschaft, oder war es, bevor Little E auf die Welt kam. Momentan bin ich bei diversen Jobvermittlern angemeldet und von denen bekomme ich Angebote für diverse Einsätze, meistens abends. Diese können geplant werden oder sie kommen sehr spontan rein, per App und zusätzlich per Mail - Sicher ist sicher! Jetzt kommt ein Job-Angebot für den Freitag, am Donnerstag Abend. Ich checke die Lage, den Lohn, den Aufwand und den Ertrag, bespreche oder besser gesagt, schreibe meiner Frau, die Vollzeit arbeitet, ob es möglich ist. Hin und her, hin und her und wir entscheiden, dass es geht - denn es geht schon, wenn man will und organisieren kann man alles. Also geht die Suche nach einem Baby-Sitter los: Angefragt werden Grossmütter beiderseits, Grossvater, Tanten, Freunde, Bekannte, die eine Gotte.

 

Der Techniker für die drei Monate alte Spülmaschine kommt Termin genau kurz vor Mittag um sich den Problemfall anzuschauen. Er fragt mich, ob ich denn Essig als Glanzspüler benutze? Ich antworte "nein", es ist dieser Oeko-Glanzspüler. "In Kombination mit Oeko-Tabs"? fragt er. Ich antworte " ja". Da hab ich den seich. Voll Oeko mag so eine 4000.- Franken Spülmaschine nicht vertragen, oder doch umgekehrt. Der Fehler ist gefunden, zum Glück. Der Oeko-Gedanke von meiner Frau und mir dafür hinüber (er besänftigt mich und meint, ich solle Oeko und Nicht-Oeko abwechselnd gebrauchen). Während dem Gespräch mit dem Techniker vibriert meine Apple Watch (ja, ich habe eine und ich find sich super!).

 

Ich habe sie mir vor etwa 1 1/2 Jahren gekauft, um für meine Frau immer erreichbar zu sein, denn der Geburtstermin nahte und meine damalige Position an der Front erlaubte es nicht, ein Handy an sich zu tragen. Apple Watch los > (Little E kam nicht während der Arbeitszeit, sondern während der geplanten Wehen, an einem herrlich frischen und sonnigen Mittwoch Morgen). Die Apple Watch vibriert also: Antworten, ob die Angefragten können oder nicht. Die Gotte kann nicht, Die Grosseltern sind nicht da aber Nena kann übernehmen und das schon am frühen Nachmittag. Super! Ich sage zu. Der Arbeitgeber auch. Perfekt! Nena (eine von vielen Arten auf Balkanisch die Grossmutter zu bennen) nimmt Little E schon um 14Uhr, kurzer Smalltalk, Kaffee und Übergabe und dann sind sie weg. Ich also Vollgas Wäsche waschen, Badezimmer putzen und Essen vorbereiten, denn meine Frau kommt ja erst spät heim und Hemd bügeln - ich hab ja mal in einem Hotel in dem ich gearbeitet habe das professionelle Hemden bügeln gelernt. 

 

Gegen 16Uhr mache ich mich auf den Weg, Tram, Fussmarsch, Zug, Fussmarsch, kleiner Snack vom Kiosk (blääääächhhh - gruuuuusig) und los gehts. Einarbeit, Hausrundgang, Infos, los gehts. Der Abend verläuft sehr angenehm. Die Bude ist organisiert, das mag ich. Ein bisschen Schatzen hier, ein bisschen Vorstellen dort ist erlaubt und gibt einem das Gefühl willkommen zu sein. Die Gäste sind zufrieden, wir auch. Wir räumen auf und ich werde in den Feierabend geschickt.

Zufrieden und ohne Nachgedanken (das ist das tolle am Freelance) begehe ich mich auf den nach hause Weg. Gegen 1Uhr morgens komme ich zu Hause an. Little E schläft bei Mama. Ich kann mich ausruhen, auf dem Bettsofa im Kinderzimmer.

 

Was für ein angenehmer Arbeitsabend - was für eine Herausforderung, einen Baby-Sitter zu finden. Danke Nena und allen, die geantwortet haben.

 

..stay tuned! 

 

 

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